Jedenspeigen - Weinviertel -
ÖsterreichUnsere
Heimatstadt Jedenspeigen, geschichteträchtiger Weinort an der March
Jedenspeigen liegt
in einem Gebiet, welches schon vor mehreren tausend Jahren relativ
dicht besiedelt war. Am westlichen Rand des Augebietes der March
findet man einen schmalen Streifen mit zahlreichen Fundstellen aus
der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit.
Die spätere Besiedlung der gleichen Bereiche durch verschiedene
Germanenstämme, durch Awaren und Slawen weist ebenfalls auf die
überaus wechselvolle Geschichte dieses Raumes hin.
Die meisten Historiker nehmen an, dass Jedenspeigen im Zuge des
Hauptstromes der bairischen Besiedlung in der 2.Hälfte des
11.Jahrhunderts gegründet wurde.
Als älteste Bezeichnung des Ortes taucht der Name „Hiudungispuigun“
auf; er deutet auf eine markante Marchschlinge bei Jedenspeigen (die“Beuge
des Jedunc“) hin.
Die neuen Siedlungen (Jedenspeigen und vielleicht etwas später
Sierndorf) wurden jedoch nicht mehr nahe der March, sondern weiter
westlich an der Grenze zum Hügelgebiet errichtet.
1113 - 1.urkundliche Erwähnung von Jedenspeigen
1179 - 1.urkundliche Erwähnung der Pfarre Jedenspeigen
1233 - Jedenspeigen wird „Ydungespiuge“ genannt
1260-1280
Der Ort Sierndorf wird erstmals in einer Urkunde als „Syndorf“
erwähnt. Diese Ortsbezeichnung lässt darauf schließen, dass
Sierndorf um 1100 entstanden ist.
Geschichtlich bekannt geworden ist Jedenspeigen vor allem durch die
Schlacht von 1278 zwischen Rudolf von Habsburg und Ottokar von
Böhmen, bei der der Böhmenkönig Schlacht und Leben verlor.
Dieses Ereignis hatte nicht nur für Österreich und Deutschland,
sondern für ganz Europa große Bedeutung. Es begann damit der
Aufstieg des Hauses Habsburg, der die europäische Politik über sechs
Jahrhunderte entscheidend beeinflusste.
Zwischen Jedenspeigen und Dürnkrut befindet sich ein Gedenkstein aus
Granit, der an die Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen am 26.
August 1278 erinnert.
1440
Die Ritter von Jedenspeigen verbünden sich mit aufständischen
Söldnerscharen aus Mähren und verwüsten das umliegende Land.
1441
Burg Jedenspeigen wird von kaiserlichen Truppen belagert und
schließlich zerstört.
Die Ritter von Jedenspeigen (drei Brüder) flüchten und verlieren als
Raubritter 1448 endgültig ihren Besitz in Jedenspeigen.
1513
Kaiser Maximilian I. verleiht Jedenspeigen das Marktrecht.
Seit der Zerstörung der Burg wechselten die Besitzer der Herrschaft
häufig, bis
1583
Georg Seyfried von Kollonitsch Jedenspeigen erwirbt und noch vor
1600 das Schloss erbaut.
um 1650
Sierndorf ist bereits als Wallfahrtsort bekannt
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Kirche von Jedenspeigen
1702
Nach den Türkenkriegen beginnen ab 1702 bis 1711 furchtbare
Kuruzzeneinfälle an der March. Die Bevölkerung flüchtet aus Angst
vor den grausamen Raubscharen aus Ungarn in die „Erdställe“. Diese
engen, oft einige 100 m langen Höhlensysteme bestehen zum Teil heute
noch in Sierndorf.
1848
Durch die Bauernbefreiung schwindet der bisher starke Einfluss der
Grundherren auf die Bevölkerung. In den folgenden Jahren kommt es
zur Konstituierung der Ortsgemeinden. Bürgermeister und Gemeinderäte
werden gewählt (1854).
1879
Nach dem Aussterben der Kollonitsch kommen Schloss und Gut
Jedenspeigen in den Besitz der Erzdiözese Wien.
1945
Am Ende des 2.Weltkrieges zählt Jedenspeigen nach schwersten Kämpfen
an der March zu den am meisten zerstörten Orten im Bezirk
Gänserndorf.

Schloss Jedenspeigen
Spaziergang zu unseren
Weinrieden an der Papstkapelle, mit Schlossbesuch
Zwischen Weinrieden u. Kellergassen, mit einem kurzen Ausflug auf
die Papstkapelle mit herrlichen Ausblick nach Osten zu den Auen der
March, kommt man unmittelbar an unseren Weinrieden vorbei.
Zurück in die Kellergasse nach Norden wandernd, auf einer grünen Anhöhe, liegt
das Schloss Jedenspeigen. Das Schloss beherbergt eine Dokumentation
über die Schicksalschlacht zwischen Ottokar von Böhmen und Rudolf
von Habsburg im Jahr 1278. (Führungen gegen Voranmeldung im
Gemeindeamt Jedenspeigen möglich)

157 m Seehöhe 1166 Einwohner Lage: Am Fluss
Kontakt
Öffnungszeiten
Montag
bis
Freitag
7 - 12
Uhr Dienstag
von 13 -
18.30
Uhr |